Eingemachtes Schweinefleisch: Eine würzige Spezialität aus Madeira
2. März 2010 von Andrea

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man an den Tagen, wo die Zeit knapp ist, wie zu Großmutters Zeiten ein Glas Eingemachtes aus dem Regal holen kann und im Handumdrehen eine leckere Mahlzeit zubereitet hat. Getestet und von mir für gut befunden wurde ein Gericht aus dem Buch: “Hausgemachtes – Pikantes für den Vorrat” von Gräfe und Unzer.
Eigentlich bin ich kein Fan von Schweinefleisch, aber wenn es in einer so leckeren Gewürzmarinade daherkommt, sieht die Sache anders aus….
Für 2 Gläser à 3/4 l benötigt man: 800 g Schweinefleisch, 4 Knoblauchzehen, 2 TL schwarze Pfefferkörner, je 1 TL Korianderkörner und Kreuzkümmelsamen, 2 getrocknete Chlischoten, 2 Lorbeerblätter, Salz, 1/2 l trockener Weißwein, 2 EL Weißweinessig, etwas Mehl zum Wenden, 4 EL Olivenöl und 4 Zwiebeln.
Das Fleisch in eine Schüssel geben, Knoblauch dazupressen. Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel, Chilis und Lorbeer mit 1 TL Salz im Mörser zerstoßen. Mit Wein und Essig zum Fleisch geben. Zugedeckt 12 Std. im Kühlschrank marinieren.
Zum Garen das Fleisch abtropfen lassen (die Marinade auffangen), mit Küchenpapier trockentupfen und in Mehl wenden. Öl erhitzen und das Fleisch bei mittlerer Hitze in etwa 8 Min. leicht anbräunen.
Zwiebeln schälen und grob würfeln. Zum Fleisch geben und 3-4 Min. mitbraten. Marinade nach und nach aufgießen und den Bratensatz loskochen, eventuell noch etwas Wasser zugießen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 1 Std. schmoren lassen.
Das Gulasch mit Salz abschmecken und in die Gläser füllen. Verschließen und 1 Std. einkochen (ich habe ein Geschirrhandtuch in eine Auflaufform gelegt, die Gläser darauf gestellt und die Form 3 cm hoch mit Wasser gefüllt, das Ganze dann bei 125° ca. 75 Minuten eingekochen).
Das Gulasch schmeckt erwärmt auf Brotscheiben mit gebratenen Tomaten. Aber auch Kartoffeln oder Reis passen sehr gut dazu.
Nächstes Mal werde ich es mit meinem Glücksgewürz herstellen, die ist ähnlich der hier verwendeten Gewürzmischung …...und wenn es dann auch noch glücklich macht
Also: ein sehr leckeres Gericht….und ein Beitrag zum Event DKduW!
Diese Einmachverfahren sind hier ziemlich in Vergessenheit geraten. Ich hätte dauernd Angst, dass der Inhalt verderben würde.
Ich werde jetzt einmal den Langzeittest starten und Monat für Monat ein Gläschen öffnen – habe für diesen Zweck viele kleine Gläser hergestellt!
Das klingt sehr interessant! Solche Einmachaktionen wären eine nette und sinnvolle Beschäftigung für lange Wintertage. Wenn dann im Frühling die Gartenarbeit los geht, ist zum Kochen ohnehin immer viel zu wenig Zeit. Aber an das Einmachen von Fleisch habe ich mich noch nie getraut. Ich wäre auch sehr an deinen Langzeittest-Ergebnissen interessiert!
Liebe Grüße, Margit
Ich werde berichten….bin selbst gespannt, ob sich Mehl tatsächlich säuerlich entwickelt im Glas ….und dass Sahne sich so lange halten soll??.... Übrigens, schönes blog hast du, den setze ich gerne mit auf meine blogroll…Herzliche Grüße, Andrea